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Technische Spezifikationen für PHARMALINE N

 

Beschreibung

PHARMALINE N ist die Weiterentwicklung der PHARMALINE-Produktreihe. Dieser Schlauch entspricht der DIN EN 16643 Typ SC für Schläuche mit innen glattem PTFE-Liner. PHARMALINE N wird mit einer auf ein Edelstahlgeflecht (1.4401) extrudierten, platinkatalysierten, weißen Siliconbeschichtung geliefert. Zusätzlich wurde in den Wellentälern ab 1/2″ eine Edelstahlspirale aus 1.4401 eingebettet.

Einsatz

PHARMALINE N wird vorzugsweise bei sterilen pharmazeutischen, biotechnischen, lebensmitteltypischen und chemischen Anwendungen eingesetzt, bei denen auf leichte innere und äußere Reinigung Wert gelegt wird. Für den Einsatz in der pharmazeutischen Industrie wurden an einer repräsentativen Charge umfangreiche Prüfungen nach USP sowie DIN EN ISO 10993-1 durchgeführt. Details finden Sie in der Tabelle hier.

Eigenschaften

  • Druck/Temperatur: die in der Tabelle angegebenen Druckwerte beziehen sich auf +150 °C. Bei höheren Temperaturen reduzieren sich die Druckwerte. Bitte beachten Sie hierzu das Diagramm. 
  • Maximale Einsatztemperatur: -70 °C bis +200 °C 
  • Alle Nennweiten sind bis +150 °C für -0,9 bar Vakuum geeignet.

Technische Spezifikationen
Ausführung Schlauchliner GP (virginal) und AS (antistatisch)

Nominale
Nennweite
  Echte
Nennweite
Edelstahlspirale
in den Rippen
des PTFELiners
Außendurchmesser Min.

Biegeradius

Max.
Schlauchlänge
Max.
Betriebsdruck
MBD*
Min. Berstdruck,
Sicherheitsfaktor
1:4
Gewicht
in DN mm   mm mm mtr bar bar ca. kg/m
1/4 6 6,6   11,6 19 30 80 320 0,17
3/8 10 9,7   15,5 25 30 70 280 0,22
1/2 13 13,1 21,4 38 30 60 240 0,37
5/8 16 16,2 25,2 50 30 50 200 0,52
3/4 20 19,3 X 28,5 63 30 45 180 0,65
1 25 25,7 X 37,0 100 30 40 160 0,88
1 1/4 32 32,2 X 44,6 130 30 35 140 1,30
1 1/2 40 38,5 X 51,7 170 30 30 120 1,69
2 50 51,5 X 65,6 210 25 28 112 2,35
2 1/2 65 63,7 X 80,5 300 18 20 80 3,59
3 80 76,8 X 92,8 350 15 15 60 4,40

Alle Durchmesser unterliegen +/- Toleranzen, die bei Bedarf bei TECNO PLAST zu erfragen sind.

Qualitätssicherung, Zertifizierungen und Zulassungen

Anerkannte Qualitätssicherung

PHARMALINE N wird von AFLEX Hose Ltd. hergestellt. AFLEX ist von einem anerkannten unabhängigen Unternehmen nach BS EN ISO 9001:2015 zertifiziert.

AFLEX ist ebenfalls zertifiziert nach: 

  • der europäischen Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU, Modul D1, 
  • 3-A Sanitary Standard 62-02
  • ATEX Directive 2014/34/EU, 
  • TS 16949. 

TECNO PLAST ist zertifiziert nach: 

  • DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagement), 
  • der europäischen Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU, Anhang III Modul H. 

AFLEX und TECNO PLAST werden von unabhängigen Sachverständigen und Firmenvertretern auditiert und sind von nahezu allen führenden Unternehmen der Pharmaindustrie als Schlauchhersteller und -lieferant zugelassen. 

Auf Wunsch können nachfolgend aufgeführte Zeugnisse beigestellt werden: 

  • Materialzeugnisse nach DIN EN 10204 3.1 
  • Prüfberichte zur Oberflächenbeschaffenheit von Armaturen nach DIN EN 10204-3.1 
  • Druckprüfungszeugnisse:
    Die Wasserdruckprüfung erfolgt mit dem 1,5-fachen Betriebsdruck des kleinsten bzw. des den Druck limitierenden Bauteiles. Hierin enthalten sind auch Prüfungen der elektrischen Leitfähigkeit (siehe Seite 6). 
  • Konformitätserklärung gemäß DIN EN  ISO/IEC 17050-1 
  • Umstempelbescheinigung von Armaturenherstellern für verwendete Materialien nach DIN EN 10204 3.1 

Für die pharmazeutische und die Lebensmittelindustrie sind an repräsentativen Produkten Untersuchungen durchgeführt worden. Hierüber werden Konformitätserklärungen (DoC) ausgestellt. Nach folgenden Regularien wurden für pharmazeutische Anwendungen getestet: 

 

Des Weiteren werden Untersuchungen für die Lebensmittelindustrie durchgeführt. Darüber werden folgende Konformitätserklärungen ausgestellt: 

Anwendungen, Einschränkungen, Durchflussraten

Einschränkungen bei Verwendung von PTFE-Schläuchen und -Schlauchleitungen

Grundsätzlich ist das Produkt PHARMALINE N nicht geeignet für:

  • Radioaktive Anwendungen,insbesondere z. B. Gammasterilisation
  • Anwendungen im Rahmen von medizinischen Implantaten
  • Anwendungen im Bereich der Luft- und Raumfahrt

Zyklischer Wechsel des Aggregatzustands

Bei bestimmten Anwendungen verändert ein Medium während des Prozesses seinen Aggregatzustand und wird – im Laufe einer zyklischen Sequenz – abwechselnd zu einer Flüssigkeit bzw. einem Gas. Dies steht in der Regel im Zusammenhang mit Veränderungen der Temperatur und/oder den Druckverhältnissen. Aus einer Reihe von Gründen recht komplexer Natur setzt ein solcher Zyklus den Schlauch hohen Belastungen aus, ganz unabhängig davon, aus welchem Material dieser hergestellt ist.

Ein Beispiel: Schläuche werden manchmal zur Einleitung von Dampf, Wasser usw. in Formpressen verwendet, um eine schnelle Erhitzung der Form und eine ebenso rasche Abkühlung vor dem nächsten Zyklus zu gewährleisten. Unter diesen Bedingungen zeigen alle Schläuche, aus welchen Materialien auch immer hergestellt, recht kurze Standzeiten. PTFE-Schläuche sind hier keine Ausnahme.

Chemische Beständigkeit/Halogene (z. B. Brom) und geschmolzene Alkalimetalle

Obwohl PTFE für eine fast universelle chemische Beständigkeit bekannt ist, erlaubt die fluorierte chemische Struktur des PTFEs die Diffusion von nachweisbaren Mengen an Fluor, Chlor und einigen wenigen anderen Halogenen (z. B. Brom), allerdings nur unter Druck. Mit Luftfeuchtigkeit kann dies zur Korrosion von Edelstahldrähten führen. Ebenfalls führen schon geringste Mengen an Chlor in der Außenatmosphäre, im Dampf oder auch im Seewasser zu der sogenannten Chlorspannungskorrosion des Edelstahlgeflechts. Für solche Anwendungen empfehlen wir CORROFLON-Schläusche mit KYB oder Hastelloy C-276 Geflecht, wobei die Medientemperatur 60°C nicht übersteigen darf.

Weitere Gase und Flüssigkeiten, die durch das PTFE dringen können, sind z. B. Schwefeltrioxid, Methylmethacrylat, Caprolactam, Essigsäure, Phosgen, Salzsäure und Bromwasserstoffsäure. Bei den beiden letzten Medien darf die Betriebstemperatur 45°C nicht überschreiten.

Es kann zu chemischen Angriffen beim Einsatz von geschmolzenen Alkalimetallen kommen.

Bitte kontaktieren Sie uns – wir werden Ihnen für Ihre Anwendung die optimale Schlauchkonfiguration empfehlen.

Im Übrigen verweisen wir auch auf die Nutzungsbedingungen, die Sie im Downloadbereich finden können.

Durchflussraten

Im praktischen Umgang hängt die Durchflussrate stets von einer Reihe von Faktoren ab, etwa der Verlegung des Schlauches, der Viskosität der Flüssigkeit und der Form der Anschlussarmaturen. Man kann jedoch davon ausgehen, dass die Durchflussraten von PHARMALINE N unter allen äußeren Umständen beim Vergleich zwischen Schlauchverbindungen mit PTFE-ausgekleideten Anschlussarmaturen und ohne Größenbeschränkungen stets etwa doppelt so groß sind wie die Durchflussraten konventioneller PTFE-Wellschläuche.

Berechnung der Durchflussrate

Es ist unter bestimmten Umständen möglich, die Durchflussrate einer bestimmten Schlauchverbindung sowie den zur Erzeugung einer bestimmten Durchflussrate erforderlichen Druck durch Überschlagsrechnung zu ermitteln.

Bitte beachten Sie jedoch, dass die ermittelten Werte stets für Flüssigkeiten mit der Viskosität von Wasser und für Schlauchsysteme gelten, die über PTFE-ausgekleidete Anschlussarmaturen
verfügen (Keine Verengungen an der Armatur).

Zur Berechnung der Durchflussrate (m3/h) benötigt TECNO PLAST in jedem Fall folgende Werte:

  • Druck der Flüssigkeit (bar) beim Eintritt in die Schlauchverbindung
  • Druck der Flüssigkeit (bar) beim Austritt aus der Schlauchverbindung
  • Schlauchkonfiguration (im Wesentlichen gerade oder 33 % gebogen oder 66 % gebogen oder 100 % aufgerollt)

Zur Berechnung des Druckabfalls (bar) über die gesamte Länge der Schlauchverbindung werden folgende Werte benötigt:

  • Erforderliche Durchflussrate in m3 pro Stunde
  • Schlauchkonfiguration (im Wesentlichen gerade oder 33 % gebogen oder 66 % gebogen oder 100 % aufgerollt)

Schlauchliner

PHARMALINE N GP (virginaler) – Liner

 

Beschreibung

GP steht für „General Purpose“ oder „Allzweck“. Dies bedeutet, dass Schläuche dieses Typs für alle Anwendungen eingesetzt werden können, bei denen keine Gefahr elektrostatischer Aufladung beim Transport von Gasen oder flüssigen Materialien besteht.(Bei Anwendungen, bei denen elektrostatische Aufladung auftreten kann, wird Typ GP/ AS – antistatisch verwendet.)

Die PHARMALINE N GP-Liner werden aus weißen, virginalen PTFE hergestellt, das den Anforderungen derFDA-Regularie 21 CFR 177.1550 entspricht.An repräsentativen Chargen werden zudem umfangreiche Untersuchungen, z. B. für die Anwendung in der pharmazeutischen Industrie, durchgeführt. Eine Zusammenstellung hierüber finden Sie hier.

M (EC) – metallisch leitende Verbindung

Die metallischen Schlaucharmaturen sind elektrisch leitend miteinander verbunden und entsprechen der Schlauchklasse Mnach DIN EN 16643 Typ SC bzw. TRGS 727 (Testmethodenach DIN EN ISO 8031, Punkt 5.0). Der elektrische Widerstandzwischen den Armaturen darf hierbei nicht mehr als 102 Ohm betragen. Die typischerweise erreichten Werte liegen jedoch deutlich niedriger. Alle umflochtenen PHARMALINE NSchlauchleitungen erfüllen die Bedingungen für die Kennzeichnung M entweder direkt durch ein leitendes Edelstahlgeflecht oder durchdas Mitführen von zwei sich regelmäßig überkreuzenden Monellitzen bei Kunststoffgeflechten.

PHARMALINE N GP/AS (antistatischer) – Liner

Beschreibung

PHARMALINE N GP/AS ist die wesentliche Voraussetzung für Anwendungen, bei denen die Gefahr einer statischen Aufladung der Schlauchinnenseite besteht, welche sich dann durch die Schlauchwand entladen kann. Entsprechende Gefahren entstehen beim Transport von flüssigen Medien mit einer Leitfähigkeit von weniger als 10-7 S/m (Siemens/m).

Hierzu gehören Treibstoffe, Lösungsmittel, gewisse Chlorkohlenwasserstoffe und unpolare organische Stoffe, die mit mittlerer bzw. hoher Geschwindigkeit durch den Schlauch fließen. Alle Zwei- oder Mehrphasensysteme, nicht mischbare Medien wie Staub in Luft oder Wassertropfen in Dampf, in Gasen oder Öl sowie kolloidale Flüssigkeiten stellen potenzielle Gefahren durch Aufladung dar. In diesen Fällen muss immer ein antistatischer Schlauchliner eingesetzt werden. Im Zweifel wenden Sie sich bitte an TECNO PLAST.

Der Liner der Schlauchausführung PHARMALINE N GP/AS wird bei AFLEX unter Verwendung von FDA-konformem PTFE nach der Regularie 21 CFR 177.1550 unter der Verwendung von weniger als 2.5 % Rußpulver gemäß FDA 21 CFR 178.3297 hergestellt. Durch das patentierte Herstellungsverfahren der Fa. Aflex Hose für PHARMALINE N kann das beigemischte Rußpulver unter normalen Umständen nicht mit dem zu fördernden Medium in Berührung kommen. (Ausnahme: abrasive Medien)

Eine Extractables-Studie belegt, dass ein Auswaschen von Ruß, z. B. während des SIP-/CIP-Prozesses, aus dem PTFE-Liner nicht feststellbar ist. Für PHARMALINE N ist ein umfangreiches Validierungspaket erhältlich – siehe hierzu die Aufstellung.

Antistatische Schläuche

Die Schlauchleitung mit einem antistatischen Liner entspricht der DIN EN ISO 8031 Anhang A, Fußnote D. Die Messung erfolgt nach DIN EN ISO 8031, Punkt 5.0 und ist % 108 Ohm. Auch BIOFLEX ULTRA AS/TO- Schläuche erfüllen diese Voraussetzung.

 

Bitte beachten Sie:

Vor Inbetriebnahme ist mindestens eine Armatur zu erden, um eine sichere Ableitung elektrostatischer Energie zu gewährleisten.

Silicondecken

SS/SI – Siliconkautschukdecke

Beschreibung/Einsatz

Dieses Produkt hat eine Siliconkautschukdecke, die auf einen Druckträger aus Edelstahl AISI 316 extrudiert ist. Es handelt sich dabei um eine USP-Class-VI-konforme Siliconmischung. Diese Ausführung wird überwiegend in der pharmazeutischen Industrie eingesetzt (siehe auch PHARMALINE N, allerdings sind hier auch höhere Betriebstemperaturen möglich).

PHARMALINE N – Siliconkautschukdecke

Beschreibung/Einsatz

Bei der Schlauchausführung wird die transluzente Siliconkautschukdecke direkt auf die PTFE-Liner extrudiert. Bitte beachten Sie die Druckwerte, diese Version hat keinen Druckträger. Außendurchmesser und Biegeradien auf Anfrage. Dank der glatten Decke ist das Produkt sehr gut zu reinigen und kann auch bei Temperaturen über 140 °C eingesetzt werden. Es ist sowohl für SIP-/CIP als auch für die Sterilisation im Autoklavenbereich hervorragend geeignet.

Die Siliconkautschukdecke erfüllt zudem die Vorgaben der pharmazeutischen sowie der Lebensmittelindustrie – siehe hierzu hier. Bitte beachten Sie auch die Ausführung zu metallisch leitenden Verbindungen. PHARMALINE N ist nicht für wiederverwendbare Armaturen (RE-LINK AF) geeignet.

Schlauchschutz

RC-300 – Kautschukknickschutz

 
Beschreibung/Einsatz

Für Anwendungen, bei denen häufige und extreme Biegebewegungen das Schlauchende besonderen Belastungen aussetzen. Die „Versteifung“ des Schlauches im Bereich der Armaturen mindert die Gefahr von Knickstellen.

Ein EPDM-Kautschukband wird über eine Länge von 300 mm über Presshülse und Schlauchende gewickelt und anschließend aufvulkanisiert. Möglich für edelstahlumflochtene (RC-300) und schon beschichtete RC-Schläuche (DRC-300). Neben der blauen EPDM-Ausführung sind folgende Versionen möglich: 

  • Schwarz, TRbF-konformes EPDM (RC-300 oder DRC-300) 
  • Siliconkautschuk (SI-300 bzw. DSI-300)

300 mm ist die Standardlänge, andere Knickschutzlängen auf Wunsch lieferbar.

Hinweis 

Diese Version ist nicht für PB-umflochtene Schläuche lieferbar.

PC – Schutzspirale

Beschreibung/Einsatz

Eine Edelstahlspirale wird für diesen Zweck straff um den Schlauch gewickelt und an beiden Presshülsen angeschweißt. Diese Version ist erhältlich für die Schlauchausführung SS und PB ab einer Nennweite von 1″. Die maximale Länge der einbaufertigen Schlauchleitungen mit Schutzspirale aus Edelstahl beträgt 20 m. Für raue Einsätze, bei denen eine Kautschukdecke aus chemischen oder Temperaturgründen nicht in Frage kommt. Schutzspirale (PC) für andere Schlauchausführungen bitte anfragen.

SR – Kautschukringschutz

Beschreibung/Einsatz

Für den temporären, rauen Einsatz gegen Abrasion und äußere Beschädigungen, wenn z. B. eine Kautschukbeschichtung zu schwer ist. Auch für PB- und KYB-umflochtene Schläuche lieferbar. 

Entlang der gesamten Schlauchlänge werden besonders geformte, abriebfeste Kautschukringe in einem Abstand von je 50 cm angebracht. Erhältlich ausschließlich für Schlauchweiten von 1″ (DN 25) bis 2″ (DN 50). Die Betriebstemperatur sollte +140 °C (Innentemperatur) nicht übersteigen.

SG – Safeguard-Scheuerschutzspirale

Beschreibung/Einsatz

Die Spirale wird eingesetzt, wenn ein hoher mechanischer Scheuerschutz bei möglichst geringem Gewicht gefordert ist.

Die schwarze HDPE-Spirale wird über die komplette Schlauchlänge gewickelt und mittels Edelstahlring auf beiden Presshülsen fixiert. Lieferbar in den Nennweiten 1/2″ bis 2″. Die Einsatztemperatur beträgt -40 °C bis +110 °C. Der Einsatz der Spirale bei einer Medium(innen)temperatur von +140 °C ist ebenfalls möglich, wenn die Umgebungstemperatur +30 °C nicht übersteigt. Bei Verwendung der HDPE-Spirale muss die Mindestbaulänge verdoppelt werden. Die maximale Länge der einbaufertigen Schlauchleitung mit Schutzspirale aus HDPE beträgt 20 m. Eine ableitfähige HDPE-Spirale ist ebenfalls lieferbar.

Schlauchleitungen

 

Baulängen von einbaufertigen Schlauchleitungen

Die minimale und die maximale Baulänge einer einbaufertigen Schlauchleitung finden Sie in der Tabelle unten auf dieser Seite. 

Längentoleranzen von einbaufertigen Schlauchleitungen

Grundsätzlich wird die Schlauchleitungslänge von Dichtfläche zu Dichtfläche der Armaturen gemessen.

Toleranzen bei Schlauchleitungen: +2 % / -0 % 

Bei kurzen Schlauchleitungen können die Toleranzen noch weiter eingeschränkt werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Kundenberater.

Armaturen- sowie Presshülsenwerkstoffe

Standardarmaturen „Non-Lined“ sind für pharmazeutische Anwendungen aus 1.4435, bei Anwendungen in der Chemie aus 1.4404. Die Presshülsen sind aus 1.4301 (siehe nachstehende Tabelle). 

Die RE-LINK AF-Hülsen sind aus 1.4306, die Klemmringe aus 1.4305.

Sonderwerkstoffe wie 1.4435 BN2, Hastelloy, PVDF, PTFE, Polypropylen usw. sind auf Anfrage lieferbar.

Oberflächenbeschaffenheit

Der Oberflächenstandard für Armaturen, die in der Lebensmittel- und der pharmazeutischen Industrie eingesetzt werden, ist medienberührt Ra < 0,8 µm und außen Ra < 1,6 µm poliert – Hygieneklasse H3 nach DIN 11864.

Andere Oberflächengüten wie E-Politur oder H4, H5 sind auf Wunsch lieferbar.

 

* Zur minimalen Schlauchlänge muss die jeweilige Länge der Armaturen addiert werden, kürzere Baulängen nach Absprache möglich.

** Nennweiten ab 1″ sind auf Anfrage bis zu einer Länge von 30 m lieferbar. Schläuche der Nennweiten 7/8″, 1 3/8″ und 1 7/8″ können nur mit ausgekleideten Armaturen geliefert werden. Die freie minimale Schlauchlänge aus der Tabelle umfasst lediglich Richtwerte. Schlaucharmaturen verschiedener Hersteller können in ihrer Länge unterschiedlich ausfallen.

Sterilisation

Reinigung und Sterilisation

Die PTFE-Liner von BIOFLEX ULTRA, PHARMALINE N und CORROLINE+sind gegenüber allen CIP (Cleaning in Place), SIP (Sterilisation in Place) und unter allen Bedingungen im Autoklaven chemisch beständig.

Die Reinigung und der Spülzyklus führen jedoch in vielen Fäl- len zu einer elektrostatischen Aufladung des PTFE-Liners. In diesem Fall ist ein schwarzer antistatischer Schlauchliner (AS) erforderlich.

Dieses Problem tritt ebenfalls auf, wenn Nassdampf zum Einsatz kommt oder wenn nach der Reinigung mit Stickstoff, Druckluft oder einem anderen Gas die Reste der Reinigungs- flüssigkeit aus der Leitung entfernt werden. Hier muss eben- falls ein antistatischer Schlauchliner verwendet werden.

Autoklavierung

Bei der Autoklavensterilisation stellt die elektrostatische Aufladung kein Problem dar.

Schlauchleitungen Typ GP und GP/AS mit Edelstahlgeflecht sind während der gesamten Lebensdauer unter allen Betriebs- bedingungen im Autoklaven beständig.

Schlauchleitungen mit einer Decke aus EPDM (RC) oder Siliconkautschuk (SI) halten mindestens 300 x 30 Minuten Autoklavenzyklen bei Autoklaventemperaturen bis +135 °C stand.

Bitte beachten Sie, dass die EPDM- oder Silicondecke nach längeren Autoklavierzyklen in rauen Anwendungen möglicherweise anfälliger für Risse ist.

Für weitere Informationen zu diesem Thema kontaktieren Sie bitte TECNO PLAST.

Armaturenprogramm

Auf den folgenden Seiten finden Sie die gängigsten Armaturen mit und ohne PTFE-Auskleidung, sowie Tauchrohre.

Darüber hinaus sind Sonderarmaturen sowie Sprunggrößen verfügbar.

Lebensmittel- und Sterilarmaturen werden in pharmagerechter Ausführung hergestellt (totraumminimierter Übergang zwischen PTFE-Liner und Armatur).

 

Bitte beachten Sie, dass einige Armaturenkombinationen aus technischen Gründen nur als Schweißausführung gefertigt werden können.

ENCAP-ARMATUREN – ideal für die chemische und pharmazeutische Industrie

Profitieren Sie von unseren „Encapsulated“-Armaturen – gerade wenn der gewählte Schlauchtyp keine durchgehende Auskleidung ermöglicht und das durchlaufende Medium sehr aggressiv ist, sind unsere „Encapsulated“-Armaturen eine hervorragende Alternative.

Diese Armaturen sind speziell für die Anforderungen der chemischen und pharmazeutischen Industrie konzipiert worden.

Konstruktion und Anwendung

„Encapsulated“-Armaturen werden nach der gleichen Prozedur verpresst wie eine nichtausgekleidete Armatur.

Die PTFE-Auskleidung ist je nach Bedarf entweder virginales oder antistatisches PTFE mit einer PTFE-Wandstärke von
1,5 mm bis zu Nennweite 40 und 1,8 mm ab Nennweite 50. Ausgekleidete Armaturen sind für alle.

BIOFLEX ULTRA, PHARMALINE N und CORROLINE+ Schläuche erhältlich.

Leistungsdaten und Eigenschaften

Es wurden umfassende Tests mit diesen Armaturen durchgeführt, so z.B.

  • Berstdruckprüfung
  • Helium-Diffusionsdruckprüfung
  • „Rolling U“-Test

Alle Messergebnisse sind mit den Werten der nichtausgekleideten Armaturen identisch. Die Temperatur- und Druckeigenschaften, sowie alle anderen Eigenschaften entsprechen den Angaben für den jeweiligen Schlauch und die baugleiche nicht ausgekleidete Armatur. Alle gängigen Armaturen können mit PTFE ausgekleidet werden. Sonderanschlüsse sind auf Anfrage möglich.

Kennzeichnungen

Jede Schlauchleitung wird mit einer individuell beschrifteten Plakette, Presshülse oder einem Markierungsring ausgeliefert. Die Markierung enthält den Namen des Herstellers (AFLEX bzw. TECNO PLAST), den Schlauchtyp, den Betriebs- und Prüfdruck, die zulässige Temperatur, die Klassifizierung des elektrischen Widerstandes, das Herstellungsdatum, das CE-Zeichen, falls erforderlich, sowie eine spezielle Seriennummer zur Rückverfolgbarkeit. 

Zusätzlich können unten aufgeführte Kennzeichnungen auf Kundenwunsch und nach Absprache ergänzt werden.

 

Plakette

Standardausführung als Gravur, Laserbeschriftung auf Anfrage möglich.

Presshülse/Ring

Standardausführung als Gravur, Laserbeschriftung auf Anfrage möglich.

StreamLine

Verfügbar für alle Schlauchtypen mit Silicondecke. Es kann Text und/oder ein zusätzliches Farbband angebracht werden. Anschließend wird ein dünner transparenter Siliconstreifen aufgebracht, der sich beim Vulkanisieren mit der Siliconschicht des Schlauches verbindet und SIP-, CIP- und autoklavenkompatibel ist.

Label

Verfügbar bei Silicondecke. 

Es können Text sowie bis zu zwei zusätzliche Farbbänder angebracht werden. Anschließend wird ein ca. 65 mm breiter Siliconstreifen auf den Schlauch vulkanisiert. 

Colour Code

Verfügbar für alle Schlauchausführungen. Eine farbige PTFE-Spirale wird um den Schlauch gewickelt und an den Enden mit Schrumpfschlauch gesichert.

DSI mit Colour Code

 
 

Anschlussarmaturen

 

Auf dieser Seite finden Sie alle verfügbaren Armaturen. Über das nachstehende Filterformular können Sie nach Wunsch nur bestimmte Armaturen anzeigen lassen. 

RE-LINK AF für PHARMALINE N

Das System ist geeignet zur Selbstmontage und Wiederverwendung der Armaturen durch den Anwender.

Einleitung

Die Firma AFLEX Hose hat ein neues Armaturen-/ Schlauchsystem entwickelt. Dieses System findet Verwendung bei nicht mit PTFE ausgekleideten Armaturen.

Der Anwender kann vor Ort den PHARMALINE-Schlauch konfektionieren. Dies geschieht mit Hilfe einer dafür entwickelten Montagevorrichtung.

Mit dieser Montagevorrichtung ist der Anwender auch in der Lage, die einzelnen Komponenten zu demontieren, so dass er die Hauptkomponenten wie die Hülse und die Armatur wiederverwenden kann.

Im Gegensatz zu den schon auf dem Markt vorhandenen Systemen zeichnet sich unser RE-LINK-System durch eine äußerst unkomplizierte und zuverlässige Montagemethode aus.

Die RE-LINK AF-Ausführung ist verfügbar von 1/4″ bis

1 1/4″. Des Weiteren kann die neue Montagemaschine Armaturen bis zu einer Bauhöhe von 180mm und einem Durchmesser bis zu 160mm montieren.

Standard sind gerade Armaturen wie z. B. Clamps nach DIN 32676 oder Sterilarmaturen nach DIN 11864, Teil 1 und 3, sowie Milchrohrverschraubungen nach DIN 11851.

 

 

Weitere Vorteile des RE-LINK-Systems

  • Eine starke Verbindung
    Andere wiederverwendbare Armaturen zur Selbstmontage verfügen über Schraubgewinde, die zu fest oder zu locker angezogen werden können. Zudem ist der Arbeitsdruck oft niedrig bemessen. RE-LINK-Armaturen stellen immer eine formschlüssige Verbindung her, die dem Vierfachen des maximalen Betriebsdrucks des Schlauches standhält (maximal 16 bar).
  • Manipulationssicherheit
    Während andere wiederverwendbare selbstmontierbare Armaturen nach dem Anschluss in der Anwendung versehentlich gelöst werden können, kann die RE-LINK-Armatur nur unter Verwendung der RE-LINK-Montagevorrichtung demontiert werden. Dies ist erst nach der Trennung von Schlauch und Armatur möglich.
  • Totraumoptimierte Armaturen
    Sowohl bei der verpressten als auch bei der wiederverwendbaren Armatur sind die Übergänge Schlauch/Armatur totraumoptimiert.

Einbauhinweise

 

Schlaucheinbau

Schlauchleitungen sind in der Regel beidseitig an anderen Systemen angeschlossen. Sie können sich in einer starren/statischen oder in einer flexiblen/dynamischen Einbaulage befinden.

In beiden Fällen darf der Mindestbiegeradius (MBR) nie unterschritten werden (siehe relevante Schlauchtabellen). 

Abweichungen von dieser Regel ereignen sich in der Praxis vor allem dann, wenn die Schlauchleitung an einem Ende direkt hinter der Einbindung, z. B. durch zu hohe Zugbelastung, abknickt und so an dieser Stelle der Mindestbiegeradius unterschritten wird. Grund hierfür ist oft eine zu kurz gewählte Schlauchlänge bzw. ein zu hohes Eigengewicht der Schlauchleitung, die nicht durch entsprechende Maßnahmen unterstützt wurde. 

Bewegung und Zug direkt am Anschluss müssen vermieden werden. 

Weiterhin ist darauf zu achten, dass Abrieb an Schlauchleitungen vorgebeugt wird. Dies erreicht man in vielen Fällen durch die richtige Länge der Schlauchleitung, die korrekte Einbaulage sowie die Verwendung von speziellen Armaturen und durch die Unterstützung des Schlauches (z. B. Rollen, Satteltaschen). Torsionsspannungen sind generell zu vermeiden, die Schlauchleitung ist verdrehungsfrei einzubauen. Torsionsspannung tritt z. B. dann auf, wenn die Schlauchleitung schon beim Einbau verdreht fixiert wird. Beide Anschlüsse sollten idealerweise auf einer Ebene liegen.

 

 

 

 

 

 

Längenberechnung

Berechnung der Schlauchlänge

Um die gebogene Länge einer Schlauchleitung zu berechnen, bedient man sich der Formel 2πR (Kreisumfang), wobei R der Radius und π die Konstante 3.142 ist. 

Wenn die Schlauchleitung z. B. einen Bogen von 90˚ beschreibt, was 1/4″ des Kreisumfanges entspricht, und der Radius dieses Bogens R ist, so beträgt die Schlauchlänge 1/4 x 2πR. Bei einem 180˚-Bogen dann 1/2 x 2πR. 

Um eine bestimmte Schlauchlänge festzulegen, müssen die starren Teile, die Schlauchleitung und die Länge der Anschlüsse zu der errechneten Länge addiert werden. 

Beispiel
Ein 2″-Schlauch (DN 50) mit beidseitigen Flanschanschlüssen soll in einem 90˚-Bogen eingebaut werden (Schenkellängen 400 mm und 600 mm).

Gebogener Abschnitt (gelb)
= 1/4 x 2πR (334)
= 1/4 x 2 x 3.142 x 334 = 525 mm

Oberer, gerader Abschnitt mit Länge des Anschlusses
= 600 – 334 = 266 mm

Länge des zweiten Anschlusses
= 66 mm

Gesamtlänge
= 525 + 266 + 66 = 857 mm

 

 

 

 

 

 

Hinweis

(a) Ein Schlauch wird sich immer im größtmöglichen Radius um eine Ecke legen, nie mit dem minimalen Biegeradius (MBR). Die Länge der beiden Anschlussenden muss bei den Berechnungen immer berücksichtigt werden.

(b) Bei dynamischen Bewegungen muss die Schlauchlänge so berechnet werden, dass der maximale Axialversatz kompensiert wird.

(c) Sollte die Einbausituation zu komplex für eine theoretische Berechnung sein, dann empfiehlt es sich, diese Situation mit einem Schlauchmuster zu simulieren, um eine ungefähre Länge festzulegen.

Legende zu Kurzbezeichnungen

Für TECNO PLAST-Schlauchmeterware und -Schlauchleitungen

Grundsätzliches:

Der Aufbau der Schlauchkurzbezeichnung ist immer von innen nach außen.

 

In der Kurzbeschreibung werden die einzelnen Schlauchtypen wie folgt benannt:
BFU BIOFLEX ULTRA  
COL+ CORROLINE+  
PHN PHARMALINE N / R  
     
Ausführung des PTFE-Kernschlauches (Liner)
Abkürzung Englisch Deutsch
GP General Purpose Standardliner (virginal, weiß)
AS Antistatic Antistatischer Schlauchliner (schwarz)
     
Druckträger
TO Tube Only Schlauch ohne Umflechtung
SS Stainless Steel Braid Geflecht aus rostfreiem Stahl 1.4301/1.4401
PB Polypropylene Braid Polypropylengeflecht (max. +100 °C),
eingeschränkter Druck ab +80 °C
     
Außenmäntel
RC Rubber Cover Extrudierte glatte EPDM-Kautschukdecke
(aufvulkanisiert ab 3″), schwarze EPDM-Decke ist ableitfähig und flammbeständig
RC/SI Silicone Rubber Silicondecke, aufextrudiert
(alte Bezeichnung: SI ohne RC)
     
Sonstige
CC Colour Code Markierung (farblich gekennzeichnet)
SR Scuff Ring Kautschukring (Scheuerschutz)
PC Protection Coil Edelstahl-Schutzwendel (Scheuerschutz)
SG Safeguard HDPE-Schutzspirale (auch ableitfähig möglich)
EPR End Protection by Rubber Kautschukschutz/Knickschutz aufgeschoben,
meist 300 mm lang
DRC Double Rubber Cover Knickschutz aus EPDM, aufvulkanisiert,
meist 300 mm lang
DSI Double Silicone Cover Knickschutz aus Silicon, aufvulkanisiert,
meist 300 mm lang
CH Continuous Heating Medienbeheizter Schlauch (Dampf,
sonstige Wärmeträger)
ETH Electrically Trace Heated Elektrisch beheizt
EC Electrical Continuity Elektrische Leitfähigkeit
     
Kürzel bei einbaufertigen Schlauchleitungen
A AFLEX AFLEX-Fertigung
T TECNO PLAST TECNO PLAST-Fertigung
L Lined Ausgekleidet
NL Non-Lined Nicht ausgekleidet
     
Technische Kurzbezeichnungen
MBR Minimum Bend Radius Mindestbiegeradius
PN Pressure Nominal (Working) Arbeitsdruck
PT Pressure Test Prüfdruck
T Temperature Temperatur
DN Dimension Nominal Nennweite
IN Inch Zoll

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Bag-Systeme, T-FIT Rohrisolierungen für den Reinraum, TPE-Welder & Sealer und AdvantaPass sowie Single-Use-Anwendungen

Kontakt Partner in Schleswig-Holstein

Malte Heeschen
Mobil 0175/1169914
Malte.Heeschen@tecnoplast.de

Gebiet Nord, Mitte und Ost-Deutschland
PLZ: 01000-39999, 98000-99999

Kontakt Partner in Bayern

Franz Hilz
Mobil 0151/25939291
Franz.Hilz@tecnoplast.de

Gebiet Süd-Ost-Deutschland
PLZ: 80000-89999, 90000-96999, Österreich und deutschsprachige Schweiz

Kontakt Partner in Nordrhein-Westfalen

Sebastian Wrobel
Mobil 0170 / 357 12 26
Sebastian.Wrobel@tecnoplast.de

Gebiet West-Deutschland
PLZ: 40000-59999 – außer 55000-55999, sowie Key Account

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